
Genau das hab ich auch einmal gedacht…… ist lange her. Aber als ich gestern am abend in ORF2 den Film mit genau diesem Titel gesehn hab, da war plötzlich die Erinnerung an eine Zeit in meinem Leben wieder so greifbar nahe. Eine Zeit die so ziemlich genau das war, was man niemandem wünscht.
Eine Zeit in der ich kennenlernen musste, was es heißt Angst zu haben. Nicht Angst vor etwas das einen selbst betrifft, sondern die nackte Angst jemanden zu verlieren. Jemanden den man vom ersten Augenblick seiner Existenz an spüren konnte, jemanden den man als Baby im Arm gehalten hatte, jemanden den man bei den kleineren oder größeren Wehwehchen getröstet hatte. Jemanden dem man immer gesagt hatte: „alles wird wieder gut“
Diesmal war mir klar, dass nichts so schnell wieder gut sein würde. Diesmal half kein Pflaster und keine Schokolade konnte das Geschehene besser machen. Es war etwas passiert, dass mir die Luft zum Atmen nahm. Meine Tochter schien das alles ziemlich cool auf die Reihe zu kriegen. Ich habe mich damals gefragt, wie sie das macht.
Und dann plötzlich kam die volle Breitseite…. meine Tochter schien den Boden unter den Füssen zu verlieren, nur sie wollte es nicht bemerken. Es ging ihr schlecht und sie ließ keine Hilfe zu, alle meine Bemühungen waren lange Zeit vergeblich. Egal was auch immer ich tat, es war nicht erfolgreich. Egal ob ich mit Engelszungen sprach oder drohte, es zeigte null Resultate. Erst in einem Moment als es bereits 5 vor 12 war und sie fast am Boden lag, war es möglich einzugreifen.
In dieser ganzen Zeit war ich wie automatisiert. Die Gedanken kreisten, Tränen standen zwar immer wieder in meinen Augen, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich damals geweint hätte.
Aber gestern, als ich diesen Film gesehen hab, der so viele Erinnerungen in mir wachgerufen hat, hab ich hemmungslos losgeheult. Bei meiner Tochter ging es zwar nicht um Drogen, deshalb war es aber trotzdem nicht weniger dramatisch. Diese Ohnmacht der Eltern, wenn ihnen ihr Kind zu entgleiten droht, das kann nur jemand nachvollziehn, der das selbst schon mal in irgendeiner Form erlebt hat.
PS: Meiner Tochter geht es übrigens inzwischen wieder gut, ja ich trau mich zu sagen, sogar sehr gut. Und ich bin unendlich dankbar dafür.